Key Management Service (KMS) – Ein Überblick

Der Microsoft Key Management Service (KMS) ermöglicht eine einfachere Verteilung und Aktivierung von Microsoft Produkten. Unterstützt wird als Client Betriebssystem Microsoft Windows Vista, Windows 7, Windows 8 und Windows 8.1. Als Server

Der Microsoft Key Management Service (KMS) ermöglicht eine einfachere Verteilung und Aktivierung von Microsoft Produkten. Unterstützt wird als Client Betriebssystem Microsoft Windows Vista, Windows 7, Windows 8 und Windows 8.1. Als Server Betriebssystem wird Windows Server 2008, Windows Server 2008R2, Windows Server 2012 und Windows Server 2012R2 unterstützt. Neben Betriebssystemen gibt es auch die Möglichkeit Microsoft Office über KMS zu aktivieren, unterstützt wird das seit den Office 2010 Produkten. Die KMS Clients, unabhängig ob Office oder Betriebssystem, müssen ihre Lizenzen regelmäßig alle 180 Tage am KMS Server erneuern.

Voraussetzung für das Nutzen des KMS ist ein sogenannter KMS Schlüssel, diesen stellt Microsoft für Volumen Lizenz Kunden im Volumen Lizenzportal zur Verfügung. Dieser Schlüssel wird auf dem Lizenzserver eingespielt und ermöglicht die Einrichtung von KMS. Der KMS Server Schlüssel kann nur 5 mal aktiviert werden. Auch benötigt der KMS Server alle 180 Tage eine Verbindung zu den Microsoft Servern um den KMS-Schlüssel zu überprüfen. Die Aktivierung des KMS Server kann auch telefonisch erfolgen [Update] , dies muss dann aber entsprechend alle 180 Tage erneut passieren.


Die Werkzeuge

Der KMS-Dienst wird über das VBS-Skript “SLMGR.VBS” gesteuert. Das Skript ist auf jedem Windows Computer vorhanden und dient auch zur Aktivierungssteuerung von Windows Betriebssystemen. Ein Beispiel dafür ist der Parameter “/rearm” der den Aktivierungszeitraum verlängert. Das Skript “SLMGR.VBS” benötigt fast immer Administrative Berechtigungen, denken Sie also daran die Eingabeaufforderung im Administrativen Kontext zu starten.

Office Clients verfügen über ein eigenes Skript zur Steuerung der Lizenzierung und Aktivierung von Office. Das Skript trägt den Namen “ospp.vbs” finden Sie im Office-Verzeichnis (z.B. C:ProgrammeMicrosoft OfficeOffice15).

Da KMS, wenn er einmal läuft, ein Dienst mit wenig Verwaltung ist, hat Microsoft nie eine GUI erstellt.

Mindestaktivierungen

Die Anzahl der Mindestaktivierungen sind Produktspezifisch.

Bei Microsoft Office (Inklusive Visio und Project) liegt die Zahl bei 5 Installationen.

Bei Windows Client Betriebssystemen liegt die Mindestzahl bei 25 Installationen.

Für Windows Server Betriebssysteme liegt die Mindestanzahl der Server bei 5 Installationen.

Anzeige der aktivierten Produkte

Um eine Übersicht der möglichen Produkte des KMS Servers und ihres Status zu bekommen, führen Sie den Befehl “SLMGR.VBS /DLV all” aus. Wenn Sie nur einzelne Produkte angezeigt bekommen möchten, fügen Sie die Activation-ID an. Für Microsoft Office 2013 ist der Befehl “SLMGR.VBS /DLV 2E28138A-847F-42BC-9752-61B03FFF33CD”.

KMS für Microsoft Office Produkte

Alle Office Produkte benötigen den Office KMS Server Schlüssel, unabhängig davon ob das Office Professional, Word oder Visio ist. Entsprechend der Office Version muss das entsprechende KMS Host License Pack installiert werden.

Microsoft Office 2010:

http://www.microsoft.com/de-de/download/details.aspx?id=25095

Microsoft Office 2013: http://www.microsoft.com/de-de/download/details.aspx?id=35584

Weiterführende Links:

TechNet: Installieren von KMS für Microsoft Office 2010 (Englisch)

TechNet: Installieren von KMS für Microsoft Office 2013 (Englisch)

MSDN Blogs: Volumen Aktivierung für Vision 2010 erklärt (Englisch)

Besonderheiten bei Microsoft Visio

Wenn bei der Installation von Visio kein abweichender Schlüssel hinterlegt oder eingegeben wurde, ist automatisch der Visio Premium 2010, bzw. der Visio 2013 Professional hinterlegt. Dies ist beim Verteilen von Visio Installation entsprechend zu berücksichtigen.

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Autor: Fabian Niesen

Fabian Niesen ist seit Jahren beruflich als IT-Consultant unterwegs und arbeitet bei der steep GmbH in Bonn. Unter anderem ist er Zertifiziert als MCSA Windows Server 2008 / 2012, MCSA Office 365, MCSE Messaging, MCT und Novell Certified Linux Administrator. Seine Hobby’s sind Social Media, Bloggen, Mittelaltermärkte und Historische Lieder.

4 Gedanken zu „Key Management Service (KMS) – Ein Überblick“

  1. Sehr schöner und schlanker Artikel. Wenn ich nun Windows 2008 Server, Windows 7 und Office 2010 aktivieren möchte, muss ich dann drei verschiedene KMS-Hosts auf drei Maschinen installieren? Ich kann ja immer nur eine KMS Host Key vergeben.

    1. Hallo Angelo,
      Die Clientkeys für Office werden in das Produkt eingetragen, der KMS-Host Schlüssel für Windows muss in den KMS Server eingetragen werden. Für die Office muss gibt es eine KMS-Erweiterung installiert werden. In diese muss der Office-KMS Schlüssel eingetragen werden.
      Generell kann ein Windows KMS Server sowohl das Server, als auch das Client OS aktivieren. Wichtig sind nur die Mindestaktivierungszahlen.
      Viele Grüße
      Fabian Niesen

  2. Hallo,

    sehr schöne und prägnante Beschreibung!
    Wenn ich Office 2013 und Office 2010 und zusätzlich Windows 7/8.1, bzw. Windows Server 2008/2012 über einen KMS Server aktivieren möchte: gibt es irgendwelche Reihenfolgen zu beachten, wie ich die Keys für die Produkte installiere und aktiviere?

    Gruß

    Wolfgang

    1. Hallo Wolfgang,
      Erst den Server / Client KMS einrichten, und dann den Office KMS. Die genaue Anleitung findest du in den TechNet Artikeln.
      Gruß
      Fabian

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