Was ist möglich mit Microsoft Windows Autopilot – Teil 2 der Autopilot Reihe

In Teil 1 der Reihe zu Microsoft Windows Autopilot ging es um das “Was” und ein grobes “Wie”, keine Sorge im Laufe der Artikelreihe zeige Ich euch, wie es genau geht. So kann man nur schon frühzeitig sehen ob es von Interesse ist.

In diesem Artikel geht es mehr um die Frage nach dem “Warum” und nach Einschränkungen bei Windows Autopilot. Zu Letzt kümmern wir uns in diesem Artikel um ein paar Besonderheiten bei Windows AutoPilot.

Einsatzszenarien für Windows Autopilot

Wie könnte ein Typisches Einsatzszenario für AutoPilot aussehen? Nehmen wir mal als Beispiel ein neuer Mitarbeiter im Home-Office. Hier ein Beispiel der Prozesse im Vergleich:

Die Anzahl der Schritte ist auf den ersten Blick gleich, aber es gibt 2 Dinge die ins Auge fallen:

  1. Es fehlt ein Logistik Schritt, das bedeutet die IT Abteilung muss das Gerät nicht auspacken, einpacken und erneut versenden. Dies spart Personalkosten in der IT und Versand- und Logistikkosten. Diese können gerade bei internationalem Versand höher ausfallen und bei Verlassen der EU auch Komplexer werden.
  2. Die IT muss das Gerät nicht installieren. Dies spart in der IT Zeit, da hier nur die Software zugewiesen werden muss. Selbst wenn die Installation Vollautomatisch erfolgen würde, werden Ressourcen gebunden.

Wichtig ist dabei, das die Prozesse richtig funktionieren. Aber es gibt auch Schattenseiten. Das Bringt uns zum nächsten Punkt.

Grenzen und Einschränkungen von Autopilot

“Wo Licht ist, ist auch Schatten” ist eine alte Volksweisheit, schauen wir was in den Schatten versteckt ist.

Prozesse

Zum Zeitpunkt des ersten Startens muss das Gerät bereits im AzureAD eingetragen sein. Sonst hilft nur ein Zurücksetzten auf Auslieferungszustand und nochmal. Das bedeutet, dass die Prozesse stimmen müssen, damit das Gerät nicht schneller ist als die Information die Benötigt wird. Das bedeutet auch, man braucht ein Hardware Partner der das Unterstützt. Passend zu dem Thema Kündigt Microsoft mit dem Update 1803 zwei Hersteller (Neben Microsoft selber mit der Surface Reihe) an, die dies Unterstützen: Lenovo und Dell EMC (Hinweis zur Transparenz: Zum Zeitpunkt der Artikelreihe arbeite ich für Dell EMC, dennoch soll dies keine Werbung sein, sondern dient zur Information der möglichen Lieferanten). Weitere sollen noch folgen.

Internetanforderungen

Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme ist Internetzugang erforderlich. Laut Microsoft wird dabei auch WLAN mit Anmelde-Portalen unterstützt. Somit wäre auch das nächste Café mit WLAN eine Lösung. Wichtig ist auch, dass wahrscheinlich eine Gewisse Bandbreite und Datenvolumen benötigt wird. Das Volumen dürfte Stark davon abhängen wie die Anzahl und Umfang der zu installierenden Software ist. Helfen können hier verschiedene Technologien, zum Beispiel Applikationsstreaming, Remote-Apps und verschiedenes anderes.

Zeit zur Vollständigen Arbeitsfähigkeit

Während die Software durch das MDM installiert wird, kann der Anwender wenig machen. Eine gute Lösung wäre dem Anwender als erstes Informationen zum Onboarding zu zeigen, als PDF oder Video. Und schon ist die Wartezeit sogar Produktiv, während die Software installiert wird.

Besonderheiten bei Windows AutoPilot

Es gibt ein paar interessante Besonderheiten bei Windows Autopilot. Zum Beispiel ist es möglich, das der Nutzer der das Gerät registriert nur Benutzerrechte lokal erhält. Bei der normalen OOBE hat der erste Benutzer der erzeugt wird immer Lokale Administratorrechte. Da dies von den wenigsten IT-Abteilungen gewünscht ist, kann das in Microsoft AutoPilot entsprechend angepasst werden.

Eine weitere Besonderheit ist das wenn dem Nutzer ein Windows Enterprise E3 Abonnement in AzureAD zugeordnet ist, zum Beispiel in Kombination mit Windows Intune, dann wird das Windows automatisch in eine Enterprise Edition umgewandelt. Dafür wird kein Reboot oder andere Interaktion benötigt. Somit gibt es erstmals einen von Microsoft unterstützten Weg ein Editions Upgrade auf Windows 10 Enterprise vorzunehmen, ohne das OS neu zu installieren. Auch wird dafür kein entsprechender Lizenzserver (KMS oder ADBA) im Unternehmen benötigt.

Im nächste Teil geht es dann um das Thema: Anforderungen von Microsoft Windows Autopilot.

Autor: Fabian Niesen

Fabian Niesen ist seit Jahren beruflich als IT-Consultant unterwegs. Hier schreibt er privat und unabhängig von seinem Arbeitgeber. Unter anderem ist er Zertifiziert als MCSA Windows Server 2008 / 2012, MCSA Office 365, MCSA Windows 10, MCSE Messaging, MCT und Novell Certified Linux Administrator. Seit 2016 ist er auch MCT Regional Lead für Deutschland. Seine Hobby’s sind Social Media, Bloggen, Mittelaltermärkte, Historische Lieder und der Hausbau.